Firmenchronik

6. GENERATION – JAQUELINE WESTPHAL

Die Frau in der Männerdomäne…
Hat eine abgeschlossene Berufsausbildung als Kauffrau für Bürokommunikation, doch um in die Fußstapfen der letzten 5. Generationen zu treten, wollte Sie das Handwerk lernen.
2009 hat Sie die Gesellenprüfung im Dachdeckerhandwerk erfolgreich abgeschlossen.
Als frisch ausgelernte Dachdeckerin entschloss Jaqueline, Ihre Qualifikation auszubauen und ging zur Meisterschule in St. Andreasberg. Im Frühjahr 2011 bestand Sie dort Ihre Meisterprüfung im Dachdeckerhandwerk.
Seit dem ist Jaqueline als Meisterin in unserm Büro tätig, (Sie ist die Ansprechpartnerin für Lehrlinge und bildet diese auch mit aus).

DER BETRIEB HEUTE – DAS 21. JAHRHUNDERT

Die Großaufträge neuerer Zeit mit Baustellen, die zum Teil mehrere Jahre in Anspruch nehmen können, verlangen nicht nur nach effektiver Arbeitsorganisation, sondern auch nach immer mehr und besser geschulten Arbeitskräften. Zeitweise sind bei Westphal Bedachungen bis zu 60 Mitarbeiter beschäftigt.

Mit der Übernahme eines Großburgwedeler Dachdeckerbetriebes mit 20 Mitarbeitern im Jahre 1996 wurden die Geschäftsaktivitäten weiter ausgedehnt.

Damit konnte die Westphal Bedachungen GmbH unter anderem Großbaustellen in Berlin, Hamburg und Frankfurt in Auftrag nehmen.

1990 BIS HEUTE DAS ERFOLGREICHE MODERNE UNTERNEHMEN

Aufträge und Großprojekte im Raum Hannover folgten: zum Beispiel das Neue Rathaus in Hannover, die Oberpostdirektion, das Annastift, die Universität Hannover und der so genannte Telemax, der markante Fernsehturm in Lahe.

Hier bewegten sich die Handwerker auf der höchsten Baustelle Norddeutschlands. Auf fünf Ebenen wurde gearbeitet, wobei sich die oberste Ebene in 225 Metern Höhe befand – Dachdecker mussten schon von jeher schwindelfrei sein.

Und doch blieb auch der private Wohnungsbau ein unverzichtbares und wichtiges Standbein – wie schon zur Zeit von Carl Jasper.

Die zunehmenden Aktivitäten verlangten auch nach mehr fachlichem Personal: die Anzahl an Mitarbeitern wuchs
– im kaufmännischen wie im handwerklichen Bereich. 1989 wurde Frank Westphal Prokurist und im Jahre 2001 schließlich Geschäftsführer des Unternehmens.

1976 – 1989 WESTPHAL DACHTECHNIK: DIE FÜNFTE GENERATION

Die fünfte Generation bereitete sich 1976 vor, die Firmengeschichte fortzuschreiben:

Zunächst absolvierte Frank Westphal (*1961) eine Lehre zum Bürokaufmann und anschließend eine weitere Lehre zum Dachdecker, um sich sowohl das kaufmännische als auch das handwerkliche Rüstzeug zur Führung des elterlichen Betriebes anzueignen.

Das wachsende Unternehmen weitet seine Geschäftstätigkeit auf das gesamte hannoversche Umland aus und konzentriert seine Aktivitäten auf Großprojekte.

1946 – 1960 NACHKRIEGSJAHRE UND WIRTSCHAFTSWUNDER

Karl II. schnupperte schon früh Dachdeckerluft. So lernte auch er das Dachdeckerhandwerk, um in die Fußstapfen seiner Vorfahren zu treten. 1949 legte er die Gesellenprüfung ab, besuchte 1955 die Dachdecker-Fachschule Eslohe im Sauerland und bestand dort 1956 die Meisterprüfung.

1926 – 1945 WEIMARER REPUBLIK UND 2. WELTKRIEG

Im Jahre 1927 kaufte Karl Westphal das Gewerbegrundstück Wächterstieg 7. 25 Jahre lang hatte der Betrieb seinen Sitz in der Wallgartenstraße. 1929 zog man schließlich in das größere Gebäude am Wächterstieg um.

Bald darauf, am 1. April 1930, übernahm Karl dann von seinem Vater Heinrich die Geschäftsleitung.

Karl Westphal sen. wurde 1934 zum Obermeister der Dachdecker-Innung gewählt und bekleidete dieses Amt bis 1956.

1939 folgten mit Ausbruch des 2. Weltkrieges schwere Zeiten, Karl wurde vom ersten Tage an zu den Waffen gerufen.

Der mittlerweile 70jährige Opa Heinrich musste den Betrieb während der Kriegsjahre aufrecht halten und ließ sich daher am 3. Oktober 1940 erneut in die Handwerksrolle eingetragen.

1943 – also noch im Krieg – heiratete Witwer Karl I. die Bankangestellte Emma Dubenkropp aus Lehrte.

Aus russischer Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt, baute er mit seiner Frau das Geschäft neu auf. Für den Dachdeckerbetrieb gab es nun reichlich zu tun, da viele zerstörte Gebäude repariert, neu eingedeckt oder neu
gebaut werden mussten.

Damit begann der eigentliche Aufstieg des Dachdeckerbetriebes Westphal.

So wurden unter anderem folgende Aufträge erledigt: Die Kreissparkasse in Lehrte, die damalige Mittelschule in Burgdorf, die durch Bomben zerstörten Gebäude des Amtsgerichtes Burgdorf und der ehemaligen Spar- und Darlehnskasse sowie das Rathaus 1 in der Marktstraße – zur damaligen Zeit waren das schon Großbauten.

Noch im gleichen Jahr heiratete Karl II. Margarete Nadolny. Wie nicht anders zu erwarten, blieben auch deren drei Söhne Karl, Hartmut und Frank – der Familientradition folgend – dem Dachdeckerhandwerk treu.

Am 1. Januar 1957 übergab Karl I. Westphal seinem Sohn Karl II. die Führung des Geschäftes.

Der wirtschaftliche Aufschwung der 60er Jahre bescherte dem Betrieb einen enormen Auftrieb.

1899 – 1925 JAHRHUNDERTWENDE UND 1. WELTKRIEG

Heinrich Westphal fand Gefallen am Beruf seines Stiefvaters und erlernte daher auch das Dachdeckerhandwerk. Beide arbeiteten zunächst gemeinsam.

Doch er wollte sich fortbilden und so ging er als Geselle zur Firma Weiß in Celle. Während dieser Zeit heiratete er, und seine Frau Dora gebar ihm zwei Kinder – Elisabeth und Karl.

1899 kehrte Heinrich aus Celle zurück und übernahm den Betrieb seines Stiefvaters Carl Jasper, der im Jahre 1903 verstarb.

1904 kaufte er eines der acht Reihenhäuser der so genannten »8ten Mannschaft« in der Wallgartenstraße 8 und verlegte seinen Betrieb nach dorthin.

Auch Sohn Karl liebte den Beruf des Dachdeckers und ging von 1911 bis 1914 ebenfalls in die Dachdeckerlehre.

Der 1. Weltkrieg brach aus, Vater Heinrich und Sohn Karl wurden Soldat, während Ehefrau Dora gemeinsam mit zwei Mitarbeitern den Betrieb, so gut es ging, aufrecht hielt – eine harte Zeit für Betrieb und Familie.

Nach Kriegsende ging es wieder aufwärts, bis in den 20er Jahren durch Arbeitslosigkeit und Inflation erneut Rückschläge eintraten.

Karl legte 1925 seine Meisterprüfung ab. Im gleichen Jahre heiratete er Elisabeth Bierkamp aus Burgdorf. Aus der Ehe entstammen Tochter Gisela (*1927) und Sohn Karl (*1931).


1880 – 1901 AM ANFANG STAND DER MEISTERBRIEF

Am 26. März 1880 wurde der Grundstein für den Dachdeckerbetrieb Westphal gleich in zweifacher Hinsicht gelegt: Der junge Dachdecker Carl Jasper meldete einen Gewerbebetrieb als selbständiger Dachdecker an und ehelichte die verwitwete Elisabeth Westphal.

Am 15. August 1901 erhielt er von der Prüfungs-Kommission der Handwerkskammer Hildesheim den Meisterbrief.

1880 DER HANDWERKSBETRIEB

Die ersten Betriebsräume richtete sich Carl Jasper in der Kleinen Bergstraße in Burgdorf ein – klein und bescheiden zwar, aber für die Anfänge des neu gegründeten Handwerksbetriebes durchaus ausreichend.

Seine Ehe blieb kinderlos. Doch seine Frau Elisabeth hatte aus erster Ehe zwei Töchter und einen Sohn: Heinrich Westphal.



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